Infos zur Insel La Palma

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La Palma
 

La Palma bietet mehr als eine ausgesprochene Badeinsel, sie erquickt den Besucher mit einem ganzjährig milden Klima, und besticht farblich durch starke Kontraste von saftigem Grün über mattes Schwarz bis hin zu strahlendem Weiß.

Das Meer ist auf wunderbare Weise immer allgegenwärtig, ist doch die Insel kleiner als Hamburg.

Mit einer überschaubaren Nord – Süd Ausdehnung von ca. 45 km und einer Breite von ca. 28 km und dem Roque de los Muchachos, mit ca. 2426 m die höchste Erhebung der Insel, dürfte La Palma gerade auch für Trekkingfreunde interessant sein.

Liebhaber prähistorischer Spurensuche finden auf der Insel viel Stoff zum forschen: entschlüsseln Sie alte Hieroglyphen, entdecken Sie alte Wohnhöhlen und Rudimente von Kultstätten.

La Palma Küste

Vegetation

Mit einer Waldfläche von 40% ist La Palma die grünste der sieben Kanarischen Inseln.

Von den etwa 1800 auf der Insel wildwachsenden Pflanzen sind ein Drittel nur hier zu finden und nirgendwo sonst auf der Welt. Viele Botaniker waren und sind bis zum heutigen Tag der vielfältigen Fauna, die La Palma zu bieten hat, auf der Spur. Durch die isolierte Insellage konnten sich hier zahlreiche seltene Pflanzenarten am Rande der Klimakatastrophe ungestört entwickeln.

Vom Kiefernwald im Zentrum der Insel über die Lorbeer- und Heideregion gelangen

Sie schließlich an die trockene Küstenzone, die mit allerlei faszinierenden Gewächsen aufwartet. Mannigfaltige Arten des Wolfsmilchgewächses begegnen dem Betrachter und vermitteln ein fast mexikanisch anmutendes Flair.

Auch der sagenumwobene Drachenbaum zählt zu den Höhepunkten der kanarischen Flora. Anhand der Blüte dieses Liliengewächses, so erzählt man sich, konnte man die Ernte des folgenden Jahres voraussagen, des weiteren verwendete man das Harz des Baumes für die Mumifizierung von Toten.

Wunderschöne Ziergewächse wie die Hibiskusblüte, der Weihnachtsstern, die Bougainvillea und die Strelizie begegnen dem aufmerksamen Besucher überall auf der Insel.

Zu guter Letzt muss man an dieser Stelle natürlich noch auf die unzähligen Palmen verweisen, die für eine tropische Atmosphäre sorgen: Dattelpalme, Fächerpalme, Königspalme….um nur einige zu nennen.

La Palma Bananenstaude


Klima auf La Palma

Das Klima auf La Palma wird gerne als das angenehmste Inselklima der Welt bezeichnet, was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass La Palma nur wenige Kilometer vom afrikanischen Kontinent entfernt liegt.

Viele Festlandspanier nutzen im Hochsommer die angenehme Frische auf La Palma, die durchschnittliche Jahrestemperatur bewegt sich nämlich zwischen ca. 20 und 22 Grad und fällt selten unter 15 Grad.

Im Winterhalbjahr haben Sie öfter mit Niederschlägen zu rechnen, dafür verwöhnt Sie die Insel aber immer mit ihrem immer blühenden Pflanzenreichtum.

Auch die durchschnittliche Wassertemperatur von ca. 20 Grad wird immer als angenehm empfunden.
 

Das Herz der Insel Santa Cruz

Die Hauptstadt und auch die spanischste Stadt des Archipels mit ihren rund 20.000 Einwohnern verkörpert an vielen Stellen ein getreues Abbild der kolonialen Epoche.

Hingebungsvoll und mit viel Liebe zum Detail wurde hier gebaut und restauriert, so dass der Besucher oftmals die Zeit vergisst.

Verschaffen Sie sich einen Einblick in die Geschichte dieses Ortes und wandeln Sie im Schatten von Drachenbäumen und Palmen durch ein fabelhaftes Ensemble von Sakralbauten, hochherrschaftlichen Bürgerhäusern, Renaissanceportalen und verwunschenen Brunnen.

Am herrlichen Plaza Espana haben Sie sich eine ausgiebige Kaffeepause verdient, die Sie mit Blick auf die pittoresken holzgedrechselten Balkone am Plaza genießen können.

Das Museo Insular, das Museo Naval und die Casa de Joros geben Ihnen darüber hinaus einen vertiefenden Einblick in die Stadtgeschichte.

Die Touristeninformation finden Sie im Palacio Salazar.

Im Westen der Insel liegt, mitten im sonnigen fruchtbaren Aridanetal, die heimliche Inselhauptstadt, das von Bananenplantagen umgebene Los Llanos de Aridane.

Häufig scheint die Sonne hier noch knapp zwei Stunden länger als auf der dunkleren Ostseite. Das Land ist darüber hinaus äußerst fruchtbar und zieht schon seit Jahrhunderten viele Kleinbauern an. Die Tatsache dass die Bevölkerung in den letzten drei Jahrzehnten auf das doppelte angestiegen ist, spricht für die Attraktivität dieser Region.

Die Stadt ist sehr geschäftig und überaus kommunikativ. Unter mächtigen Lorbeerbäumen findet man Menschen aller Altersklassen im Gespräch vertieft. Moderne Geschäftsanlagen und exklusive Boutiquen reihen sich zumeist harmonisch in das Stadtbild ein. Ein wenig außerhalb des Trubels befindet sich die aus dem 17. Jahrhundert stammende dreischiffige Pfarrkirche Nuestra Senora de los Remedios.

Direkt gegenüber, an der Calle General Franco, liegt das stattliche Rathaus mit seinem arkadenförmigen Bogengang und einem großen Balkon.

Auf keinen Fall versäumen sollte man einen kleinen Abstecher zum Mirador El Tieme, einer 594 m hohen, fast vertikal aufsteigenden Felskuppe. Von hier aus haben Sie einen phantastischen Ausblick auf das gesamte Aridane Tal.

Anbei ein Tipp für Wanderer: Los Llanos ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Touren in die Caldera.

Caldera de Taburiente

Im Zentrum der Insel ist eine der größten Kraterlandschaften der Welt zu besichtigen.

Die Caldera de Taburiente ist ein 1500 m tiefer Krater mit dem stolzen Umfang von 28 km. Als eine Caldera bezeichnet man den eingestürzten Krater eines Vulkankegels. Dieser "Vulkankessel" wird im Norden und Osten von dem 2400 m hohen Gebirgszug Cumbre de los Andenes begrenzt. Im Süden liegt der Bergsattel der Cumbrecita und der Pico Bejenado. Dieses Gebiet rund um die Caldera ist ein hervorragendes Wandergebiet.

Tipp:

In der Nähe des Roque de los Muchachos liegt auf einer Höhe von 2400 m die Internationale Sternwarte, 1985 eingeweiht, entwickelte sie sich schnell zu einem der wichtigsten Observatorien der nördlichen Hemisphäre. Bei wolkenlosem Himmel bieten sich hier geradezu ideale Bedingungen, durch die reine Atmosphäre hindurch die Milchstraße und andere Sterngebilde zu beobachten.
 

Strandurlaub auf der Westseite der Insel

Puerto Naos ist Synonym für Sonnen – und Badespass pur. Auch wenn die Strände auf Grund des vulkanischen Ursprungs schwarz sind, mindert das nicht im geringsten die Attraktivität dieser Gegend. Im Gegenteil, der Strand im Ort und die weiteren Strände in der Umgebung- Playa Bombilla, Playa Nueva und Playa las Monjas, letzterer der einzige FKK Strand Palmas- rühmen sich damit, die besten des Archipels zu sein.

Puerto Naos besteht ansonsten aus einer Vielzahl von Hotelbauten und Ferienanlagen, bei denen besonders wert auf Funktionalität gelegt wurde.

Für einen Ausflug am Abend begibt man sich am besten in das schöne Altstadtviertel von Tazacorte. Hier landeten am 29. September 1492 die Konquistadoren, um die Insel einzunehmen. Heute genießen Sie hier eine südländische Idylle mit lauschigen kleinen Restaurants und Cafes in kleinen verwinkelten Gässchen.
 

Der Süden La Palmas

Abgeschiedene Badebuchten und viele Bodegas beglücken den Besucher, der sich auf die noch relativ jungfräulichen Pfade der Südspitze begibt.

Das Dorf Fuencaliente liegt auf 722 m Höhe in exponierter Lage umgeben von Vulkankratern, Weinanbaugebieten und großen Kiefernwäldern, die einen wunderbar harzigen Duft verströmen.

Sehr kontrastreich liegen hier weißgetünchte Kanarenhäuser inmitten einer skurrilen schwarzen Lavalandschaft. Am Küstenstreifen wird das Ensemble abgeschlossen durch ausgedehnte Bananenplantagen.

Am südlichen Ortsrand öffnet die größte und modernste Weinkellerei von La Palma ihre Pforten für Sie und lädt zum geselligen Umtrunk ein.

Vor der Weinprobe sollten Sie auf jeden Fall den beiden imposanten Hauptattraktionen der Südspitze noch einen Besuch abstatten.

Vom Dorfzentrum aus gelangen Sie in ca. 20 Minuten zu Fuß zum 657 m hoch gelegenen Vulkan San Antonio. Nachdem Sie am Kraterrand angekommen sind, und sich für den ca. 25 minütigen Rundweg über denselben entschieden haben, sei Ihnen noch ein wohlmeinender Rat mit auf den Weg gegeben: Halten Sie Kinder, Tiere und Hüte gut fest, denn die Windverhältnisse am Gipfel sind sehr wechselhaft und mitunter sogar gefährlich.

Der kleine Bruder von San Antonio, der Volcan Teneguia, liegt etwa 15 Autominuten entfernt Richtung Süden. Obgleich weniger imposant, führt dieser Vulkan seine inneren Werte vor, hier erleben Sie Vulkanismus live aus der Nähe. Aus dem 1971 letztmals aktiven Vulkan strömt immer noch enorme Erdhitze aus, an manchen Stellen sogar bis zu 200 Grad.

 

 

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