Santuari de Sant Salvador

Die schönsten Aussichtspunkte auf Mallorca

Mallorca ist die Insel der schönen Aussichten. Denn sie schenkt ihren Besuchern nicht nur einige der traumhaftesten Strände und Buchten der Welt; auf der größten Insel der Balearen fühlen sich auch Wanderer und Liebhaber des Gebirges wohl. Allein in der Serra de Tramuntana stehen elf Gipfel mit über 1000 Meter Höhe. Dramatische Steilküsten laden zu weiten Blicken über Felsen, Buchten und das Mittelmeer ein. Mirador ist übrigens das spanische Wort für Aussichtspunkt. Von diesen Panoramaorten besitzt Mallorca eine reiche Auswahl. Manche sind sehr bekannt, manche versteckter und mit etwas mehr Aufwand zu erreichen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die besten Plätze für die schönsten Aussichten vor. Mallorca aus der Vogelperspektive.

Mirador Es Colomer

Wenn Sie sich die Karte Mallorcas ansehen, wird Ihnen eine schmale Landzunge auffallen, die im Nordosten der Insel weit ins Meer hineinragt, wie ein Überbleibsel aus einem anderen geologischen Erdzeitalter. Was Sie hier sehen, nennt sich Formentor – und der nördlichste Punkt dieser Halbinsel (und gleichzeitig ganz Mallorcas), Cap Formentor genannt, ist einer der dramatischsten Orte der Insel. ‚Treffpunkt der Winde‘ nennen die Mallorquiner diese Gegend. Auf der serpentinenreichen Fahrt zum nördlichsten Inselpunkt begegnen Ihnen unvergessliche Panoramaorte. Der bekannteste ist der Mirador es Colomer an der Punta de la Nau. Von einer mehr als 300 Meter hohen Klippe blicken Sie an der zerklüfteten Steilküste von Formentor entlang und steil hinunter aufs tiefblaue Meer mit einem Inselchen namens ‚Taubenhaus‘ (‚Es Colomer‘).

Mirador Es Mal Pas

Wer es noch etwas Schwindelerregender liebt, der besuche den Mirador Es Mal Pas. Vom Parkplatz am Mirador es Colomer geht es über eine schmale, gewundene Straße noch einmal die Berge hoch. Achtung: Diese Piste ist nur etwas für hartgesottene Fahrer ohne Höhenphobie. Hinter einem Funkfeuer und einer ehemaligen Militäranlage erreichen Sie einen Fußweg, der Sie zum Atalaya d’Albercruix führt, einem gut erhaltenen Wehrturm aus dem 16. Jahrhundert. Von diesen Türmen wurden früher Rauch- und Feuersignale zur Warnung vor Piraten und anderen Angreifern gegeben. Die strategisch perfekte Platzierung des Turms werden Sie schnell begreifen, wenn Sie von hier oben Ihren 360-Grad-Panoramablick über Halbinsel, Berge und die Bucht von Alcudia genießen. Und das Beste: Hier oben sind Sie meistens allein.

Far de Formentor

Willkommen am nördlichsten Punkt Mallorcas, dem Leuchtturm der Halbinsel, dem Far de Formentor. Der Turm weist seit 1863 den Schiffen ihre Richtung. Ursprünglich wurde er mit Olivenöl befeuert. Seine Baubedingungen waren so widrig und langwierig, dass der damalige Bischof die Erlaubnis zur Sonntagsarbeit gewährte. Als Aussichtspunkt ist der Far de Formentor einmalig. Der Blick geht über die Küstenlandschaft der Halbinsel mit ihren bizarren Steilfelsen und übers Meer an klaren Tagen bis zur Nachbarinsel Menorca.

Mirador Ricardo Roca

Eine der schönsten Panoramastraßen Mallorcas ist die C-710 entlang der Westküste. Wir befinden uns in der Serra Tramuntana, dem wildromantischen Inselgebirge und UNESCO Weltnaturerbe. Von Andratx kommend, erreichen Sie kurz vor dem Dörfchen Estellencs den Mirador Ricardo Roca. Über eine Treppe besteigen Sie den Aussichtsbalkon 400 Meter hoch über dem Meer. Der Blick steil herab lässt Boote zu Spielzeugen werden. Das Wasser ist hier so klar, dass Sie trotz der Höhe die Felsen auf dem Meeresgrund erkennen können.

Mirador de ses Animes

Auch an der Westküste, wie auf Cap Formentor, erheben sich auf den Felsenhöhen die Talaies, die runden Wehrtürme aus dem 16. Jahrhundert. Um viele von ihnen hat sich im 19. Jahrhundert der Mallorca-Liebhaber Erzherzog Ludwig Salvator verdient gemacht. So auch um den Mirador de Ses Animes, heute auch Mirador Torre del Verger genannt. Der gut erhaltene Turm ragt zwischen Estellencs und Banyalbufar auf. Sie können ihn von innen auf einer Eisenleiter besteigen und genießen dann eine fantastische Aussicht über die Nordküste und jene hängenden Gärten von Banyalbufar, terrassenförmige Wein- und Olivenkulturen, die der Steilküste mühselig abgewonnen worden sind.

Son Marroig

Der wahre König von Mallorca heißt Ludwig Salvatore. Über 40 Jahre lebte der Habsburger auf der Insel, gründete zwischen Valldemossa und Deia das Fürstentum Miramar und verfasste Bücher und wissenschaftliche Abhandlungen über die Balearen. Auf der C-710 Richtung Deya fahrend, erreichen Sie Ludwig Salvatores Landgut Son Marroig. Ein preiswertes Museumsticket berechtigt zum Schlendern durch das kleine Anwesen. Vom Marmor-Pavillon im Garten aus haben Sie einen tollen Blick aufs Meer und den berühmten Lochfelsen Na Foradada. Im Landsitz selbst gibt es eine wunderbare Panoramaterrasse – ein Ort, an dem man versteht, dass Salvatore sich das schönste Exil der Welt auswählt hatte.

Puig de Maria

Im Norden der Serra de Tramuntana, südlich von Pollensa, steht ein 333 Meter hoher Berg. Dort ereignete sich im 14. Jahrhundert folgende Geschichte: Die Pollensaner sahen oben ein seltsames Licht glühen, stiegen hinauf und fanden eine uralte Mariastatue. Sie wollten sie in ihre Kirche tragen, aber der Stein wurde mit jedem Schritt schwerer. Also blieb die Maria oben, in einem eigens gebauten Kloster mit mächtigem Wehrturm. Heute pilgern die Touristen dorthin, denn der Puig de Maria ist ein berühmter Aussichtspunkt. Der Blick über das uralte Städtchen Pollensa und die Gebirgszüge der Serra de Tramuntana ist fantastisch. Puig de Maria kann von Pollensa aus in zwei Stunden erwandert werden.

Castell de Bellver

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute oft ganz in der Nähe liegt? Diese klassische Weisheit lässt sich auf Castell de Bellver anwenden, Mallorcas einzigem Rundschloss zu Häupten der Inselhauptstadt. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert und liegt auf 112 Metern Höhe. Sie erreichen es bequem mit Auto oder Bus. Das Schloss Zur Schönen Aussicht besitzt einen wunderschönen Innenhof mit zweigeschossigem Bogengang und natürlich ganz viel Panorama. Nirgendwo sonst haben Sie einen so umfassenden Blick über die Metropole Mallorcas.

Weitere Aussichtspunkte

  • Der Mirador de ses Barques bietet eine großartige Aussicht auf Port de Soller.
  • Vom Aussichtspunkt Escorca (Esglèsia de Sant Llorenc) hat man einen herrlichen Blick auf die Cala Tuent.
  • Der Kalvarienberg bei Pollensa bietet ebenfalls einen traumhaften Blick auf den Ort und die Umgebung.
  • Der 509 Meter hohe Berg Puig de Sant Salvador bietet ein tolles Panorama auf den Südosten der Insel.
  • Vom Castell d’Alaró, welches sich auf dem 821m hohen Puig d’Alaró befindet, kann man die Bergkulisse der Serra de Tramunta genießen.

Die beschriebenen Miradore stellen nur eine kleine Auswahl der magischen Fernblicke dar. Die Insel mit ihren steilen Küstenabschnitte scheint wie eigens für Panoramaausblicke geschaffen worden zu sein. Ob der 509 Meter hohe Santuari de Sant Salvador bei Felanitx, ob der Mirador de ses Barques mit seiner Aussicht auf den Port de Sóller – Sie können der Liste in eigenen Wanderungen und Fahrten beliebig viele luftige Lieblingsorte hinzufügen. Und am Ende Ihrer Touren gönnen Sie sich Entspannung am Strand. Mallorca ist Abwechslung pur.

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